Zugegeben die Überschrift ist diskussionswürdig. Aber nun einmal ganz ehrlich. An was denken Sie als Erstes, wenn Sie das Wort Heiratsvermittlung lesen? Also ich für mich kann behaupten, ich habe ein Bild vor Augen, in welchem ein Mann einen nennen wir es mal Katalog durchblättert, in dem heiratswillige Frauen zu sehen sind. Meist sind diese dann auch noch aus den osteuropäischen Ländern. Aus diesem sucht sich dann der heiratswillige Mann seine künftige Ehefrau aus. Schubladendenken werden nun viele sagen, und irgendwie haben Sie damit auch recht.
Nun kurz gesagt handelt es sich dabei um eine zumeist gewerbsmäßige Vermittlung von Heirats- oder Ehemöglichkeiten. Das Vermittlungshonorar, welches vereinbart wird, ist teils recht hoch und muss in vielen Fällen vorab bezahlt werden. Aus juristischem Blickwinkel kann ein nicht gezahltes Honorar nicht eingeklagt werden, oder anders herum ein bereits gezahltes Honorar nicht zurückverlangt werden, weil es beispielweise nicht zur geplanten Hochzeit kam.
Der Markt von Heiratsvermittlern ist gut bestückt. Da ist es für den einzelnen recht schwer, professionelle und seriöse Vermittler von unprofessionellen Ehevermittlern den sogenannten „Schwarzen Schafen“ zu unterscheiden. Gerade die unseriösen Vermittler tragen zu dem anfangs erwähnten Schubladendenken bei. Durch grenzwertige Methoden, welche nicht gerade selten einen fließenden Übergang zur Grenze des organisierten Frauenhandels überschreiten, oder aber undurchschaubare Preispolitik für ihre Dienstleistung betreiben, rücken den Blick in die negative Richtung.
Die Branche kennt ihre Problematik und möchte dieser entgegenwirken. Hierbei sollen entsprechende Berufsverbände helfen, dem Verbraucher die Wahl der Heiratsvermittlung zu erleichtern. Ist eine Heiratsvermittlung Mitglied in solch einem Verband, kann man zumindest insoweit schon davon ausgehen, dass ein gewisses Niveau erfüllt wird. Deshalb ist es hier hilfreich, sich vorab beim Gesamtverband für Ehe- und Partnervermittlungen e.V. oder aber dem Berufsverband für Partnervermittlungen in Europa e.V. zu erkundigen. So kann man vorab schon etwas mehr auf der sicheren Seite sein. Was natürlich noch nicht heißt, dass man auch eine Frau zum Heiraten findet, denn dazugehören immer noch zwei, die sich einig sein müssen. Der Satz: „drum prüfe, wer sich ewig bindet“ hat eben doch etwas Wahres in sich.