Für einen Urlaub am Gardasee ist es nötig, sich für eine der drei Provinzen, die den ca. 65 Meter über dem Meer liegenden See umgeben, zu entscheiden. Das ist Venetien im Osten, die Lombardei im Westen und Trentino im Norden. Dabei ragt das südliche Ufer des Gardasees schon in die Ebene hinein, die über zweitausend Meter hohen Gardaseeberge, u. a. der Monte Baldo, umsäumen dagegen das nördliche Ufer. Sein Wasser erhält der See hauptsächlich durch einen Fluss, der als Sarca bei Torbole eintritt und als Mincio in Peschiera del Garda, den See verlässt, um später in den Po zu münden.
Während einer Reise an den größten See Italiens sollte nicht versäumt werden, die bekanntesten Orte, wie Riva del Garda, Malcesine, Garda, Bardolino oder Dro zu besuchen. Ein Gang durch das Dorf Dro zeigt Villen, mittelalterliche Türme sowie antike Bögen und Bauten oder die Brücke Ceniga aus der Römerzeit. Ebenso sehenswert ist das kleine Dorf Nago, welches oberhalb von Torbole auf einer felsigen Erhebung seine Idylle entfaltet. Der Kern des Dorfes wird von pittoresken Brunnen, Gassen und Portalen getragen, was durch das Castello Penede, das über dem See herausragt, noch ergänzt wird. Nago, diese ehemalige Zitadelle mit seinen wohl am besten erhaltenen antiken Bauten ist ein Ausflugsziel, das sich allemal lohnt, zu sehen.
In diesem sub-mediterranen Klima, mit sehr heißen Sommermonaten und milden Wintern mit wenig Niederschlägen, wird ein Urlaub zu jeder Jahreszeit etwas Besonderes, denn im Jahresdurchschnitt liegen die Temperaturen zwischen 13 und 15 Grad. Hier weht von mittags bis in den Abend hinein der berühmte Südwind Ora, wobei der Peler oder Vento, der Nordwind, in der Nacht beginnt und bis vormittags anhält. Diese beiden Winde sind speziell bei den Seglern und Surfern beliebt, die u. a. in den Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätzen zwischen Torbole und Malcesine oder an jeglichen Orten rund um den See, ihre Betten aufschlagen.
Wegen des mediterranen Klimas ist auch nicht verwunderlich, dass Palmen, Zypressen, Zedern, Oleander und Olivenbäume, aber auch Agaven, Opuntien sowie Kapernsträucher, hier ihre ganze Pracht entfalten. Wer seine Ferien am Gardasee verbringt, muss auf jeden Fall eine der berühmten Limonaien, wie Orangerien auf Italienisch heißen, besucht haben, die heute nur noch für den Tourismus mit Zitronen- und Orangenanbau bewirtschaftet werden. An jedem Ort am Gardasee findet ein Urlauber seinen optimalen Platz, ob nun als Familienurlaub, zum Golfspielen, zum Wandern oder um sich einfach den Genüssen von herrlichen Speisen und den sonnenverwöhnten Trentino-Weinen in einer wunderschönen Umgebung hinzugeben.