Einige Jahrzehnte zurück entdeckten einige reiche Leute in Spanien die Costa del Sol für ihren Urlaub und erklärten sie zu ihrem Feriendomizil. Dieses zog weitere internationale Besucher an. Die Costa del Sol wurde folglich zu einem begehrten Tourismusziel. Dies führte letztendlich dazu, dass auch Veranstalter von Pauschalreisen die südspanische Küste in ihr Programm aufnahmen. Bald entstanden aus den malerischen Fischerdörfern ganze Ferienzentren, denn die Costa del Sol ist weltweit bekannt und beliebt bei Jung und Alt. Mit 320 Sonnentagen im Jahr auch ideal, um mal an einem Wochenende Sonne pur zu genießen. Die 300 km lange Küste umfasst die Provinzen Málaga und Cadiz, wobei das subtropische Klima das ganze Jahr über, durch die Berge gegen Nordwinde geschützt, für angenehme Temperaturen sorgt.
Die Zentren für den Tourismus stellen die Orte westlich von Malaga, Torremolinos, Marbella und San Pedro de Alcantara, dar. Die Costa del Sol wird östlich von der Costa Tropical und westlich von der Costa del la Luz, getrennt durch die Straße von Gibraltar, abgelöst. Um die topografische Existenz der einzigartigen Landschaft der Provinz Málaga zu erhalten und die malerischen Dörfer zu pflegen sowie dem Naturschutz Tribut zu zollen, haben die spanische Regierung und auch internationale Organisationen ein Auge darauf. Das Ziel, den Tourismus zu fördern und immer mehr Leute anzulocken, die hier Urlaub machen sollen, besteht dennoch – aber soll an die Umgebung angepasst werden.
Neben der hervorragenden Gastronomie und den schönen Gegenden hat die Region, um die Ferien interessant zu gestalten, neben dem Kulturerbe eine biologische Artenvielfalt, die es zu entdecken gilt, wie z. B. die Laguna de Fuente de Piedra mit ihrer großen Flamingo-Kolonie (ca. 50.000) sowie den Olivenhainen und Getreidefeldern. Ohne den berühmten Affenfelsen von Gibraltar oder die Alhambra in Granada zu sehen, sollte niemand wieder nach Hause fahren. Einen Besuch wert ist auch die Cuevas de Nerja, die Höhle von Nerja, die auch als die "Naturkathedrale der Costa del Sol" bekannt ist. Sie ist eine der begehrtesten Sehenswürdigkeiten Spaniens, jedoch können nur 700 m der Höhle besichtigt werden.
Zu den Ansprüchen an eine Reise kommen bei den Touristen heute auch höhere Ansprüche in Bezug auf die Aktivitäten. So haben sich die Touristik-Zentren, wie auch die Costa del Sol, darauf eingestellt und bieten neben Golf, Tennis und sonst üblichen Sportarten auch den ultimativen Kick bei Bungee-Jumping, Abseiling, Exkursionen in Geländewagen, Kanufahrten, Ausritte oder Wanderrouten an. So bekommen selbst die Kühnsten noch etwas, z. B. beim Überlebenstraining oder bei militärischen Prüfungen, beigebracht. Ob nun die Kletterprofis in die Schlucht von Garganta des Chorro hinabsteigen oder der Laien-Höhlenforscher in die Cueva del Gato, hier haben alle die Möglichkeit, an ihre Grenzen zu stoßen.